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Einführung
- Über die UNO -
Die Vereinten Nationen (VN; englisch: United Nations, UN; häufig auch UNO für United Nations Organization, Organisation der Vereinten Nationen) sind ein internationaler Zusammenschluß von 192 Staaten und als globale Internationale Organisation uneingeschränkt anerkanntes Völkerrechtssubjekt.
Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.
Gegründe wurden die Vereinten Nationen am 26.06.1945 und am 24.10.1845 trat die UN-Charta in Kraft. Der Sitlz der UNO ist New York. Derzeit gibt es 192 Mitgliedstaaten. Arbeitssprachen sind Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch.
- Briefmarken der UNO -
Die Vereinten Nationen sind - nicht nur in Deutschland - ein weit verbreitetes Sammelgebiet, wobei meist die Markeneditionen der UNO-Genf, UNO-New York und UNO-Wien zusammen gesammelt werden. Auch heute noch erhalten die Briefmarken gute Wertnoten, obwohl auch hier - wie bei fast allen Ländern - es seit einigen Jahren bei den Neuheiten eine wahre Ausgabeflut an Kleinbogen, Blocks und Markenheftchen gibt, die der normale Sammler fast nicht mehr bezahlen kann und will!
UNO-Genf
Seit dem Jahre 1969 erschienen in Genf Briefmarken der UNO, wobei die Währung auf Schweizer Franken lautet. Dadurch sind diese Marken nicht nur in der Schweiz, sondern auch in anderen Ländern sehr beliebt, da die Schweiz eine der stabilsten Währungen der Welt besitzt. Die Inschrift lautet "Nations Unies".
Es handelt sich um das zweitälteste Teilgebiet der UNO-Briefmarken. Die Firma Hermann E. Sieger gibt diesen Marken uneingeschränkt die Wertnote 1.
UNO-New York
Die Marken der UNO an ihrem Hauptsitz in New York erscheinen seit dem Jahre 1951, wobei die Währung auf US-Dollar lautet. Wegen der Leitwährung "Dollar" werden die Marken gerne weltweit gesammelt. Die Inschrift lautet auf "United Nations".
Es handelt sich um das älteste Teilgebiet der UNO-Briefmarken. Die Firma Hermann E. Sieger gibt diesen Marken uneingeschränkt die Wertnote 1.
UNO-Wien
Seit 1979 gibt es auch in Wien Briefmarken der UNO, wobei die Währung zunächst auf Österreichische Schillinge und seit 2002 auf den Euro lautet. Die Briefmarken sind die beliebtesten Ausgaben Europa und nicht nur im deutschsprachigen Raum ein weit verbreitetes Sammelgebiet. Die Inschrift lautet auf "Vereinte Nationen".
Es handelt sich um das jüngste Teilgebiet der UNO-Briefmarken. Die Firma Hermann E. Sieger gibt diesen Marken uneingeschränkt die Wertnote 1.
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Ursprünge der Vereinten Nation
Die Ursprünge der Vereinten Nationen gehen auf die Haager Friedenskonferenzen und den Völkerbund zurück, der nach dem 1. Weltkrieg gegründet wurde, um den Weltfrieden dauerhaft zu sichern. Allerdings erhielt der Völkerbund durch mangelndes Beitrittsinteresse (so waren z. B. die USA kein Mitglied im Völkerbund) nicht den nötigen Einfluß, um seine Ziele durchsetzen zu können, und war mit Ausbruch des 2. Weltkrieges endgültig gescheitert.
Der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt unternahm deshalb wegen des Scheitern des Völkerbundes noch während des 2. Weltkrieges den Versuch, eine neue, schlagkräftigere Organisation zur Sicherung des Friedens zu schaffen, und erarbeitete zusammen mit dem britischen Premierminister Winston Churchill die sog. Atlantik-Charta. Franklin D. Roosevelt hatte bereits am 06. 01.1941 in einer Rede vor dem Kongreß sein Konzept der "Vier Freiheiten" erläutert, in dem er das Vorgehen Hitlers gegen die internationale Demokratie als eine "Tyrannei" bezeichnete, der man entschieden begegnen müsse. Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22.06.1941 bahnte den Weg zu einer Antikriegskoalition gegen Deutschland, an der sich auch Großbritannien beteiligte.
Am 01.01.1942 trafen sich 26 Staaten, um die feierliche Deklaration der Vereinten Nationen auf Basis der Atlantik-Charta zu vereinbaren. Durch die Mitarbeit der Sowjetunion und der Republik China an der neuen Friedensordnung kam es am 30.10.1943 zur Moskauer Deklaration der Vier Mächte, die auf eine schnellstmögliche Schaffung einer allgemeinen, auf dem Prinzip der souveränen Gleichheit aller friedliebenden Staaten aufbauenden Organisation zur Aufrechthaltung des Friedens und der internationalen Sicherheit zielte. Bei der Konferenz von Dumbarton Oaks wurde weiter über die Gründung der UNO beraten. Nach Einbeziehung Frankreichs in den Kreis der hauptverantwortlichen Mächte konnte die Charta der Vereinten Nationen 1945 auf der Konferenz von Jalta fertig gestellt werden. Sie wurde am 26.06.1945 in San Francisco von 50 Staaten unterzeichnet. Polen unterzeichnete die Charta erst später, zählt aber dennoch zu den 51 Gründungsmitgliedern.
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Charta der Vereinten Nationen
Die Charta der Vereinten Nationen ist eine Art "Verfassung" und Rechtsgrundlage für die Tätigkeit derVereinten Nationen. Sie wurde am 26.06.1945 im Theatersaal des Veterans War Memorial Building in San Francisco unterzeichnet. In Kraft trat die Charta am 24.10.1945. Polen, das 51. Gründungsmitglied, hatte an der Konferenz nicht teilnehmen können und unterschrieb erst später. Die Charta ist ein zeitlich nicht begrenzter völkerrechtlicher Vertrag und wurde seit ihrer Gründung an nur vier Stellen geändert, nämlich die Artikel 23, 27, 61 und 109. Sie besteht aus einer Präambel und 19 Kapiteln mit 111 Artikeln. Im Gegensatz dazu hatte die Satzung des Völkerbundes nur 26 Artikel. Die Kapitel beschäftigen sich unter anderem mit den verschiedenen Hauptorganen der UNO, der friedlichen Beilegung von Streitigkeiten, den Maßnahmen bei Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen sowie ihren Zielen und Grundsätzen.
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Gründung der Vereinten Nationaen
Die Charta trat am 24. Oktober desselben Jahres in Kraft, nachdem China, Frankreich, die Sowjetunion, Großbritannien, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Mehrheit der Gründungsstaaten die Charta ratifiziert hatten.
Die Vereinten Nationen haben ihren Hauptsitz in New York und drei weitere Sitze in Genf (Büro der Vereinten Nationen in Genf), Nairobi (Büro der Vereinten Nationen in Nairobi) und Wien (Büro der Vereinten Nationen in Wien). In Den Haag befindet sich der Internationale Gerichtshof. Die UN-Sitze befinden sich nach offiziellem Sprachgebrauch nicht in dem jeweiligen Staat, sondern sind nur von diesen Staaten umgeben. In den UNO-Sitzen gelten Regeln eigener Art und die Staatsmacht des jeweiligen Sitzlandes darf dort keine Zwangsmaßnahmen ausüben, wodurch ihre Souveränität insoweit nicht in Frage steht. Daß Einrichtungen der UN eine Art "Internationales Territorium" darstellen würden, ist völkerrechtlich nicht anerkannt. Dennoch genießen die Einrichtungen der Vereinten Nationen völkerrechtliche Immunität, wie dies z. B. bei Botschaften der Fall ist.
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Arbeitsweise und Ziele der Vereinten Nationen
- Erfolge und Mißerfolge -
Seit ihrer Gründung konnten die UN mehrere beachtliche Erfolge erzielen, unter anderem:
- sie wirkten bei der Gründung des Staates Israel 1947 bis 1949 mit
- sie entschärften die Berlinkrise 1948-1949
- sie entschärften die Kubakrise 1962
- sie entschärften die Nahostkrise 1973
- sie wirkten in Rhodesien 1976 auf die Einführung des Wahlrechts für Schwarze hin
- Beendigung des Krieges zwischen dem Irak und Iran 1988
Sie sicherten direkt den Frieden z. B. in ...
- Kambodscha 1993
- Mosambik 1994
- Angola 1995
- Guatemala 1996
- Zypern.
Viele Ziele haben die Vereinten Nationen bereits erreicht:
- Ausarbeitung der Menschenrechte 1948
- Ausrottung oder Eindämmung von Krankheiten (Pocken)
- Das Welternährungsprogramm der UN stellt jährlich mehr als die Hälfte der weltweit geleisteten Nahrungsmittelhilfe bereit
- Sie sorgen für Schutz von Flüchtlingen (UNHCR)
- Sie bilden Minensucher aus. (Z. B. gibt es in Afghanistan zehn Millionen verlegte Minen.
70 Prozent der Aktivitäten der UN erstrecken sich auf die Bereiche Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfe. Die Tätigkeitsfelder liegen damit hauptsächlich bei der Friedenssicherung, Menschenrechtspolitik und Entwicklungszusammenarbeit.
- Friedenssicherung als Hauptziel -
Die Friedenssicherung ist eine der Hauptaufgaben der Vereinten Nationen. Sie sind der Vermeidung und Beendigung internationaler Konflikte zentral verpflichtet. Der hohe Stellenwert wird dadurch deutlich, daß bereits im ersten Artikel der UN-Charta das Ziel formuliert wird, "... den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen." (UN-Charta, Art. 1, Ziff. 1)
Die Vereinten Nationen haben durch die freiwillige Einbindung ihrer Mitgliedstaaten ein System kollektiver Sicherheit geschaffen. Kern dieses kollektiven Sicherheitssystems ist das allgemeine Gewaltverbot: "Alle Staaten unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt" (UN-Charta, Art. 2, Ziff. 4).
Trotz des allgemeinen Gewaltverbots schließt die Charta die Gewaltanwendung nicht völlig aus. Sie ist neben dem individuellen Selbstverteidigungsrecht jedes Landes auf den Sicherheitsrat konzentriert. Kollektive Maßnahmen gegen Friedensstörer unter Beachtung des Kapitels VII, wie wirtschaftliche, kommunikative und sonstige nichtmilitärische Sanktionen bis erforderlichenfalls hin zur Gewaltanwendung. Der Sicherheitsrat wird dadurch zum Träger des "Gewaltmonopols". Bevor der Sicherheitsrat entsprechende Maßnahmen beschließen kann, muß er zunächst eine Bedrohung oder einen Bruch des Friedens oder eine Angriffshandlung feststellen. Sollte dies der Fall sein, so hat er grundsätzlich zwei Möglichkeiten, denn er kann sowohl Empfehlungen an die UN-Mitglieder als auch Zwangsmaßnahmen gegenüber dem Friedensstörer selbst sowie gegenüber allen anderen Mitgliedstaaten aussprechen.
Bei Zwangsmaßnahmen sind sowohl nichtmilitärische Sanktionen als auch ein direktes militärisches Eingreifen durch die UN selbst oder durch entsprechend mandatierte Mitglieder möglich. Das Aufstellen von Truppen unter dem direkten Kommando der UNO ist in der Charta zwar vorgesehen, kam jedoch nie zu Stande. Zu den nichtmilitärischen Sanktionen gehören die "vollständige oder teilweise Unterbrechung der Wirtschaftsbeziehungen, des Eisenbahn-, See- und Luftverkehrs, der Post-, Telegraphen- und Funkverbindung sowie sonstiger Verkehrsmöglichkeiten und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen" (UN-Charta, Art. 41).
- Blauhelm-Einsätze -
Die Blauhelme sind die Friedenssoldaten der UNO. Sie waren allerdings als Mittel der passiven Friedenssicherung nicht in der Charta vorgesehen. Die Generalsekretäre Dag Hammarskjöld und Lester Pearson entwarfen die Idee der Friedenssoldaten in Krisensituationen. Blauhelmsoldaten tragen zur leichteren Erkennbarkeit neben der Uniform ihres Landes entweder einen blauen Helm oder ein blaues Barett mit einem UN-Abzeichen. Die getragenen Waffen sollen aber nur der Selbstverteidigung dienen. Ein Mandat zur Entsendung von Blauhelmen kann nur der UN-Sicherheitsrat erteilen, doch die Regierung jedes Landes darf selbst entscheiden, ob sie Soldaten zu einem solchen Einsatz entsendet. Bis 1990 haben die UN bereits 500.000 Soldaten und Zivilpersonen zu Maßnahmen zur Erhaltung des Friedens eingesetzt, nicht aber zur Friedensherstellung.
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Mitglieder der Vereinten Nationen
Den Vereinten Nationen gehören derzeit 192 Staaten an. Die 51 Gründungsmitglieder der UN im Jahre 1945 waren Ägypten, Äthiopien, Argentinien, Australien, Belorussische SSR, Belgien, Bolivien, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Dänemark, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Haiti, Honduras, Indien, Irak, Iran, Jugoslawien, Kanada, Kolumbien, Kuba, Libanon, Liberia, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Panama, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Saudi-Arabien, Sowjetunion, Südafrika, Syrien, Tschechoslowakei, Türkei, Ukrainische SSR, Vereinigte Staaten von Amerika, Uruguay und Venezuela.
Österreich trat den UN im Jahr 1955 bei. 1973 folgten die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland als 133. und 134. Mitglied, Liechtenstein 1990 und die Schweiz 2002. Weißrußland und Ukraine waren neben der Sowjetunion gleichberechtigte Gründungsmitglieder, wobei sich die Mitgliedschaft der Sowjetunion allerdings auf die gesamte UdSSR unter Einbeziehung von Weißrußland und der Ukraine erstreckte. Somit war die Sowjetunion faktisch mit drei Stimmen in den Vereinten Nationen vertreten. Seit der Auflösung der UdSSR im Dezember 1991 wird die sowjetische Mitgliedschaft von der Russischen Föderation wahrgenommen. Die übrigen ehemaligen Sowjetrepubliken haben sich teilweise bereits kurz vor und teilweise nach der Auflösung erfolgreich um eine eigenständige Mitgliedschaft beworben.
Keine Mitglieder sind unter anderem die Vatikanstadt (deren völkerrechtliche Vertretung, der Heilige Stuhl, hat aber Beobachterstatus) und die nicht von allen Ländern anerkannten Staaten wie z. B. Palästina, (West-)Sahara (Demokratisch-arabische Republik Sahara), die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ), die Republik Kosovo, die Cook-Inseln und die Republik China (Taiwan). Die Republik China nimmt jedoch eine Sonderstellung ein, da sie von 1945 bis 1971 das Gründungsmitglied China innerhalb der Vereinten Nationen repräsentierte und damit auch den chinesischen Sitz im UN-Sicherheitsrat innehatte. Im Jahr 1971 wurde durch eine Resolution der Generalversammlung die Vertretung Chinas aber geändert, so daß China seitdem nur noch von der Volksrepublik China repräsentiert wird. Faktisch führte dies zu einem Ausscheiden Taiwans aus den Vereinten Nationen und eine eigene Mitgliedschaft ist auf Grund der Ein-China-Politik der Volksrepublik China leider nicht zu erwarten.
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Beitrittsjahre aller Mitgliedsstaaten seit 1945 zu den Vereinten Nationen
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- Liste der UNO-Mitglieder - |
Flagge
| Land
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Eintritt
|
Flagge
|
Land
|
Eintritt
|
|
Afghanistan
|
19.11.1946
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|
Ägypten
|
24.10.1945
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|
Albanien
|
14.12.1955
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|
Algerien
|
08.10.1962
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|
Andorra
|
28.07.1993
|
|
Angola
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01.12.1976
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Antigua und Barbuda
|
11.11.1990
|
|
Äquatorialguinea
|
12.11.1968
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|
Argentinien
|
24.10.1945
|
|
Armenien
|
02.03.1992
|
|
Aserbaidschan
|
02.03.1992
|
|
Äthiopien
|
13.11.1945
|
|
Australien
|
01.11.1945
|
|
Bahamas
|
18.09.1973
|
|
Bahrain
|
21.09.1971
|
|
Bangladesch
|
17.09.1974
|
|
Barbados
|
09.12.1966
|
|
Belarus
|
24.10.1945
|
|
Belgien
|
27.12.1945
|
|
Belize
|
25.09.1981
|
|
Benin
|
20.09.1960
|
|
Bhutan
|
21.09.1971
|
|
Bolivien
|
14.11.1945
|
|
Bosnien-Herzegowina
|
22.05.1992
|
|
Botsuana
|
17.10.1966
|
|
Brasilien
|
24.10.1945
|
|
Brunei
|
21.09.1984
|
|
Bulgarien
|
14.12.1955
|
|
Burkina Faso
|
20.09.1960
|
|
Burundi
|
18.09.1962
|
|
Chile
|
24.10.1945
|
|
China (VR)
|
21.10.1971
|
|
China (Republik)
|
24.10.1945 (Austritt 09.1971)
|
|
Costa Rica
|
02.11.1945
|
|
Dänemark
|
24.10.1945
|
|
Deutschland (BRD)
|
18.09.1973
|
|
Deutschland (DDR)
|
18.09.1973 (bis 03.10.1990)
|
|
Dominica
|
18.12.1978
|
 > |
Dominikanische Republik
|
24.10.1945
|
|
Dschibuti
|
20.09.1977
|
|
Ecuador
|
21.12.1945
|
|
Elfenbeinküste
|
20.09.1960
|
|
El Salvador
|
24.10.1945
|
|
Eritrea
|
28.05.1993
|
|
Estland
|
17.09.1991
|
|
Fidschi
|
13.10.1970
|
|
Finnland
|
14.12.1955
|
|
Frankreich
|
24.10.1945
|
|
Gabun
|
20.09.1960
|
|
Gambia
|
21.09.1965
|
|
Georgien
|
31.07.1992
|
|
Ghana
|
08.03.1957
|
|
Grenada
|
17.09.1974
|
|
Griechenland
|
25.10.1945
|
|
Großbritannien
|
24.10.1945
|
|
Guatemala
|
21.11.1945
|
|
Guinea
|
12.12.1958
|
|
Guinea-Bissau
|
17.09.1974
|
|
Guyana
|
20.09.1966
|
| Haiti
|
24.10.1945
|
|
Honduras
|
17.12.1945
|
|
Indien
|
30.10.1945
|
|
Indonesien
|
24.10.1945
|
|
Irak
|
21.12.1945
|
|
Iran
|
24.10.1945
|
|
Irland
|
14.12.1955
|
|
Island
|
19.11.1946
|
|
Israel
|
11.05.1949
|
|
Italien
|
14.12.1955
|
|
Jamaika
|
18.09.1962
|
|
Japan
|
18.12.1956
|
|
Jemen
|
30.09.1947
|
|
Jordanien
|
14.12.1955
|
|
Kambodscha
|
14.12.1955
|
|
Kamerun
|
20.09.1960
|
|
Kanada
|
09.11.1945
|
|
Kap Verde
|
16.09.1975
|
|
Kasachstan
|
02.03.1992
|
|
Katar
|
21.09.1971
|
|
Kenia
|
16.12.1963
|
|
Kirgisistan
|
02.03.1992
|
|
Kiribati
|
14.09.1999
|
|
Kolumbien
|
05.11.1945
|
|
Komoren
|
12.11.1975
|
|
Kongo (Republik)
|
20.09.1960
|
|
Kongo (Demokratische Republik)
|
20.09.1960
|
|
Korea (Nord)
|
17.09.1991
|
|
Korea (Süd)
|
17.09.1991
|
|
Kroatien
|
22.05.1992
|
|
Kuba
|
24.10.1945
|
|
Kuwait
|
14.05.1963
|
|
Laos
|
14.12.1955
|
|
Lesotho
|
17.10.1966
|
|
Lettland
|
17.09.1991
|
|
Libanon
|
24.10.1945
|
|
Liberia
|
02.11.1945
|
|
Libyen
|
14.12.1955
|
|
Liechtenstein
|
18.09.1990
|
|
Litauen
|
17.09.1991
|
|
Luxemburg
|
24.10.1945
|
|
Madagaskar
|
20.09.1960
|
|
Malawi
|
01.12.1964
|
|
Malaysia
|
17.09.1957
|
|
Malediven
|
21.09.1965
|
|
Mali
|
28.09.1960
|
|
Malta
|
01.12.1964
|
|
Marokko
|
12.11.1956
|
|
Marshall-Inseln
|
17.09.1991
|
|
Mauretanien
|
27.10.1961
|
|
Mauritius
|
24.04.1968
|
|
Mazedonien
|
08.04.1993
|
|
Mexiko
|
07.11.1945
|
|
Mikronesien
|
17.09.1991
|
|
Moldawien
|
02.03.1992
|
|
Monaco
|
28.05.1993
|
|
Mongolei
|
27.10.1961
|
|
Montenegro
|
28.06.2006
|
|
Mosambik
|
16.09.1975
|
|
Myanmar
|
19.04.1948
|
|
Namibia
|
23.04.1990
|
|
Nauru
|
14.09.1999
|
|
Nepal
|
14.12.1955
|
|
Neuseeland
|
24.10.1945
|
|
Nicaragua
|
24.10.1945
|
|
Niederlande
|
10.12.1945
|
|
Niger
|
20.09.1960
|
|
Nigeria
|
07.10.1960
|
|
Norwegen
|
27.11.1945
|
|
Oman
|
07.10.1971
|
|
Ost-Timor
|
27.09.2002
|
|
Österreich
|
14.12.1955
|
|
Pakistan
|
30.09.1947
|
|
Palau-Inseln
|
15.12.1994
|
|
Panama
|
13.11.1945
|
|
Papua-Neuguinea
|
10.10.1975
|
|
Paraguay
|
24.10.1945
|
|
Peru
|
31.10.1945
|
|
Philippinen
|
24.10.1945
|
|
Polen
|
24.10.1945
|
|
Portugal
|
14.12.1955
|
|
Ruanda
|
18.09.1962
|
|
Rumänien
|
14.12.1955
|
|
Rußland
|
24.10.1945
|
|
Salomonen
|
19.09.1978
|
|
Sambia
|
01.12.1964
|
|
Samoa
|
15.12.1976
|
|
San Marino
|
02.03.1992
|
|
São Tomé und Príncipe
|
16.09.1975
|
|
Saudi-Arabien
|
24.10.1945
|
|
Schweden
|
19.11.1946
|
|
Schweiz
|
10.09.2002
|
|
Senegal
|
28.09.1960
|
|
Serbien
|
01.11.2000
|
|
Seychellen
|
21.09.1976
|
|
Sierra Leone
|
27.09.1961
|
|
Simbabwe
|
25.08.1980
|
|
Singapur
|
21.09.1965
|
|
Slowakei
|
19.01.1993
|
|
Slowenien
|
22.05.1992
|
|
Somalia
|
20.09.1960
|
|
Spanien
|
14.12.1955
|
|
Sri Lanka
|
14.12.1955
|
|
St. Kitts und Nevis
|
23.09.1983
|
|
St. Lucia
|
18.09.1979
|
|
St. Vincent und Grenadinen
|
16.09.1980
|
|
Südafrika
|
07.11.1945
|
|
Sudan
|
12.11.1956
|
|
Suriname
|
04.12.1975
|
|
Swasiland
|
24.09.1968
|
|
Syrien
|
24.10.1945
|
|
Tadschikistan
|
02.03.1992
|
|
Tansania
|
14.12.1961
|
|
Thailand
|
16.12.1946
|
|
Togo
|
20.09.1960
|
|
Tonga
|
14.09.1999
|
|
Trinidad und Tobago
|
18.09.1962
|
|
Tschad
|
20.09.1960
|
|
Tschechei
|
19.01.1993
|
|
Tunesien
|
12.11.1956
|
|
Türkei
|
24.10.1945
|
|
Turkmenistan
|
02.03.1992
|
|
Tuvalu
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05.09.2000
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Uganda
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25.10.1962
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Ukraine
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24.10.1945
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Ungarn
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14.12.1955
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Uruguay
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18.12.1945
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Usbekistan
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02.03.1992
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Vanuatu
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15.09.1981
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Venezuela
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15.11.1945
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Vereinigte Arabische Emirate
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09.12.1971
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Vereinigte Staaten von Amerika
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24.10.1945
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Vietnam
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20.09.1977
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Zentralafrikanische Republik
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20.09.1960
|
|
Zypern
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20.09.1960
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... |
./.
|
./.
|
... |
./.
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./.
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Amtssprachen der Vereinten Nationen
Obwohl die Vereinten Nationen eine Weltorganisation sind, werden schon aus praktischen Gründen nicht alle Sprachen der Welt offiziell benutzt. Tatsächlich beschränkt man sich auf sechs Amtssprachen, nämlich Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch. Von diesen sechs sind zwei - Englisch und Französisch - sog. "Arbeitssprachen". Dies ist in der Resolution 2 festgelegt, die von der Generalversammlung im Jahr 1946 angenommen wurde.
"Amtssprache" bedeutet, daß in jeder offiziellen Sitzung eine Übersetzung nach und aus diesen Sprachen zu erfolgen hat und daß alle sitzungsvorbereitenden Dokumente, alle Resolutionsentwürfe und alle Protokolle und Berichte in angemessenem zeitlichen Rahmen in diesen Sprachen zur Verfügung stehen müssen. Für die "Arbeitssprachen" gilt, daß alle organisationsinternen Arbeitsabläufe (mündlich und schriftlich) in diesen beiden Sprachen ablaufen können. Im Umgang mit dem Sekretariat der Vereinten Nationen hat jeder Delegierte das Recht, sich mündlich und schriftlich in der Arbeitssprache seiner Wahl auszudrücken. Auch müssen alle offiziellen Äußerungen des Sekretariats in den beiden Arbeitssprachen ablaufen (Anzeigen, Beschilderungen, etwa das bekannte "Security Council/Conseil de sécurité" in New York, Broschüren, Führungen usw.). Dieses Regelwerk schließt einsprachige Auftritte prinzipiell aus. Der Deutsche Übersetzungsdienst der Vereinten Nationen, gemeinsam finanziert von Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Belgien, bietet die wichtigsten Dokumente allerdings zeitnah in deutscher Sprache an.
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Finanzierung der Vereinten Nationen
- Drei Arten von Einkünften -
Die UN finanzieren sich hauptsächlich aus Beiträgen ihrer Mitgliedstaaten. Man unterscheidet dabei drei Arten von Beitragszahlungen, nämlich ...
- Pflichtbeiträge,
- Pflicht-Beitragsumlagen und
- freiwillige Beitragsleistungen.
Insgesamt läßt sich sagen, daß die Vereinten Nationen eigentlich immer unter einer chronischen Finanznot leider, weil nicht nur kleinere Staaten, sondern auch z. B. und gerade die USA keine hohe Zahlungsmoral an den Tag lehnen.
- Pflichtbeiträge -
Die Pflichtbeiträge der einzelnen Mitgliedstaaten dienen der Finanzierung des ordentlichen Haushaltes der Organisation sowie teilweise auch der Verwaltungsaufgaben ihrer Spezial- und Nebenorgane. Die Höhe der prozentualen Pflichtanteile aller Mitgliedstaaten wird dabei mit Hilfe eines Beitragsschlüssels berechnet. Dieser wird alle drei Jahre auf Empfehlung eines Beitragsausschusses neu von der Generalversammlung festgelegt.
Seit der Änderung des Berechnungsschlüssels im Dezember 2000 beschlossen und Inkrafttreten am 01.01.2001 wird die Höhe der Beiträge wird auf Basis des Bruttoinlandproduktes eines Mitgliedes im Durchschnitt der letzten viereinhalb Jahre (davor sechs Jahre) sowie in Abhängigkeit von der Schuldenbelastung, des Pro-Kopf-Einkommens und der Währungsschwankungen berechnet. Dabei ist festgelegt, daß jedes Land mindestens 0,001 Prozent zum ordentlichen Haushalt beitragen muß und der Beitrag aber höchstens 25 Prozent des Haushalts tragen darf. Dies hatte zur Folge, daß seitdem Staaten wie Südkorea, Singapur und Brasilien nach einer Übergangsphase ab 2004 einen höheren Prozentanteil des UN-Haushaltes übernehmen mußten. Japan bekam wegen seiner rückläufigen Wirtschaftsentwicklung gegenüber früher eine leichte Beitragssenkung. Aber auch die Beiträge der USA wurden reduziert, wohingegen der Anteil Deutschlands in etwa gleich blieb. Einnahmeverluste, die in Folge der dreijährigen Übergangsphase entstanden, wurden durch eine Privatspende des Medienunternehmers Ted Turner (Inhaber des Nachrichtensenders CNN) in Höhe von 34 Mio. US-Dollar ausgeglichen. Die größten Finanzierer in den Beitragsjahren 2004 bis 2006 sind die USA mit 22 Prozent, Japan mit 19,5 Prozent, Deutschland mit 8,7 Prozent, Großbritannien mit 6,1 Prozent und Frankreich mit 6 Prozent. Alle anderen Länder tragen weniger als 5 Prozent bei und etwa die Hälfte bezahlt nur den Mindestbeitrag von 0,001 Prozent.
Der Stichtag zur Begleichung der Beiträge der einzelnen Mitgliedstaaten ist der 31. Januar des jeweiligen Jahres. Das Zweijahresbudget (nur Pflichtbeiträge) der UNO für 1998/1999 betrug z. B. 2,8 Mrd. US-Dollar. Die regulären Budgeteinnahmen der UNO sanken jedoch von 405 Mio. US-Dollar 1997 auf nur noch 279 Mio. US-Dollar 1998. Zum Stichtag im Jahre 1998 hatten lediglich 27 von 185 Mitgliedstaaten ihre Beiträge in voller Höhe gezahlt. Ca. 75 Prozent der Rückstände am regulären Budget und ca. 50 Prozent der Beiträge zur Friedenserhaltung waren zu diesem Zeitpunkt auf die Beitragseinbehaltung der USA zurückzuführen.
Mit Beginn der Regierungszeit Ronald Reagans (US-Präsident von 1981 bis 1989) begannen die USA, einen zunehmenden Teil ihrer Pflichtbeiträge zum UN-Haushalt sowie zum Friedenssicherungs-Budget der UNO zurückzubehalten. Diesen Verstoß gegen die Vereinbarungen begründeten die USA anfangs mit politischer Kritik an einigen UN-Programmen, aber seit Ende der 1980er Jahre unter Präsident George Bush warfen sie den UNO zunehmend Ineffizienz und Geldverschwendung vor.
Bis 1992 war der Schuldenbetrag der USA an die Vereinten Nationen auf 1,5 Mrd. US-Dollar angewachsen. Der US-Kongreß errechnete 1997 einen Schuldenbetrag von 926 Mio. US-Dollar unter Verweis auf angeblich erbrachte nichtgeldliche Leistungen an UN-Friedenssicherungseinsätze und setzte die Zahlung als Druckmittel zur Reduzierung des prozentualen Pflichtanteiles der USA ein.
Außerdem nutzten die USA die Zurückhaltung ihres Budgetbeitrages wie im Falle des ehemaligen Generaldirektors der Organisation für das Verbot chemischer Waffen José Bustani, des Generalsekretärs Boutros Boutros-Ghali oder im Falle der Besetzung von UN-Kommissionen im Jahre 2001 als Druckmittel, um personelle Änderungen innerhalb der Vereinten Nationen zu erzwingen. Die US-Regierung unter Bill Clinton handelte am 10.06.1997 im sog. Helms-Biden-Abkommen eine Senkung des amerikanischen Beitrages zum regulären UN-Budget von 25 Prozent auf 20 Prozent und eine Senkung des US-Beitrages für Friedenssicherungseinsätze von 31 Prozent auf 25 Prozent aus.
- Pflichtbeitragsumlagen -
Bei den Pflichtbeitragsumlagen handelt es sich ebenfalls um von den Mitgliedstaaten zu zahlende Pflichtbeiträge. Diese dienen aber ausschließlich der Finanzierung von Friedensoperationen.
Die bis heute (immer noch) gültigen Beitragssätze für die Pflicht-Beitragsumlagen wurden 1973 von der Generalversammlung festgelegt. Die wirtschaftlich am wenigsten entwickelten UN-Staaten zahlen demnach nur 10 Prozent ihres Pflichtbeitrags am ordentlichen UN-Haushalt, also 0,0001 Prozent. Die übrigen Entwicklungsländer entrichten Zahlungen in Höhe von 20 Prozent ihres Pflichtbeitrags. Die Industrieländer bezahlen einen Betrag in Höhe ihres vollen Pflichtbeitrags.
Die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates entrichten Beträge in Höhe ihrer Pflichtbeiträge zuzüglich der in Folge der Entlastung der Entwicklungsländer entstandenen Mindereinnahmen. Letztere werden nach dem Verhältnis der Höhe der einzelnen Pflichtbeiträge gewichtet umgelegt. Für die Pflicht-Beitragsumlagen werden vom ordentlichen Haushalt getrennte Konten verwendet.
- Freiwillige Beitragsleistungen -
Freiwillige Beitragsleistungen werden für die Finanzierung von Spezial- bzw. Nebenorganen der UNO wie z. B. dem UNDP (Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen), UNICEF (Kinderhilfswerk), UNFPA (Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen), UNHCR (Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge) und WFP (Welternährungsprogramm) verwendet.
Die Mitgliedsstaaten können durch die freie Entscheidung der Höhe ihrer freiwilligen Leistungen erheblichen Einfluß auf die Schwerpunkte der Tätigkeiten der UNO nehmen, wovon besonders die USA schon mehrfach Gebrauch gemacht habe.
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Organe der Vereinten Nationen
Gemäß Artikel 7 der UN-Charta setzen sich die Vereinten Nationen aus sechs Hauptorganen zusammen, die für die Entscheidungsprozesse maßgeblich sind.
Neben den Hauptorganen gehören eine Reihe von Nebenorganen und Sonderorganisationen zum System der Vereinten Nationen, die mit der Wahrnehmung spezifischer Aufgaben befaßst sind.
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- Hauptorgane -
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Die Vereinten Nationen haben sechs Hauptorgane. diese sind:
- die Generalversammlung
- das Sekretariat
- der Sicherheitsrat
- der Wirtschafts- und Sozialrat
- der Internationale Gerichtshof und
- der Treuhandrat
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Die Generalversammlung
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Die Generalversammlung kann für die Mitgliedstaaten völkerrechtlich nicht bindende Empfehlungen abgeben und Vorlagen an den Sicherheitsrat richten. Sie entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder und ist u. a. für die Verabschiedung des Etats und die Festlegung der Mitgliedsbeiträge zuständig. Sie spricht auch Empfehlungen über eventuelle Änderungen der UN-Charta aus. Weiterhin wählt sie die nichtständigen Mitglieder des Sicherheitsrates, alle Mitglieder des Wirtschafts- und Sozialrates, auf Vorschlag des Sicherheitsrates den Generalsekretär sowie die 15 Richter des Internationalen Gerichtshofes. Alle UN-Mitgliedstaaten haben einen Sitz und eine Stimme, wobei jeweils fünf Vertreter entsandt werden können.
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Das Sekretariat
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Höchster Verwaltungsbeamter ist der Generalsekretär. Er wird auf fünf Jahre gewählt und erfüllt neben seinen administrativen Aufgaben auch eine politische Funktion. So kann er z. B. vom Sicherheitsrat mit Einzelaufgaben betraut werden.
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Der Sicherheitsrat
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Der Sicherheitsrat hat fünfzehn Mitglieder, wobei die Volksrepublik China, Frankreich, Großbritannien, Rußland und die Vereinigten Staaten von Amerika ständige Mitglieder sind. Die anderen zehn nichtständigen Mitglieder werden jeweils von der Generalversammlung gewählt, wobei jedes Jahr fünf Staaten auf zwei Jahre gewählt werden.
Beschlüsse des Sicherheitsrats sind bindend und durchsetzbar. Sie bedürfen der Zustimmung von mindestens neun Mitgliedern, darunter allen fünf ständigen Mitgliedern (ausgenommen Beschlüsse über Verfahrensfragen). Die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates haben somit ein Vetorecht. In der Praxis wird aber die Stimmenthaltung eines ständigen Mitgliedes nicht als "Veto" gewertet.
Zu den Beschlüssen zählen friedenssichernde- und friedenserzwingende Maßnahmen sowie nichtmilitärische Druckmittel wie z. B. Handelsembargos.
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Der Wirtschafts- und Sozialrat
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Dem Wirtschafts- und Sozialrat sind die vielen Spezialorganisationen unterstellt. Dazu gehören z. B. der Internationaler Währungsfonds (IWF), die Weltbank und Welthandelsorganisation (WTO).
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Der Internationale Gerichtshof
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Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag dient als universelles völkerrechtliches Gericht. Er entscheidet Rechtsstreitigkeiten zwischen Staaten, die seine Gerichtsbarkeit anerkennen, und erstattet Gutachten. Die fünfzehn Richter werden für neun Jahre gewählt. Sie fällen ihre Urteile mit relativer Stimmenmehrheit.
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Der Treuhandrat
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Der Treuhandrat hat seine Aufgaben mittlerweile suspendiert, da es seit 1994 (nach der Entlassung des bis dahin unter US-Verwaltung stehenden Staates Palau in die Unabhängigkeit) keine UNO-Treuhandgebiete mehr gibt.
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- Spezialorganisationen -
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Bei den weiteren Organen der Vereinten Nationen wird zwischen Nebenorganen (der Generalversammlung bzw. des Sicherheitsrates) und Spezialorganisationen unterschieden.
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Nebenorgane
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Nebenorgane der UNO-Generalversammlung werden zur Wahrnehmung spezieller Tätigkeiten gegründet. Sie haben ihr eigenes Verwaltungssystem, aber keine eigene völkerrechtliche Grundlage und sind nicht Völkerrechtssubjekte wie die UN selbst. Zurzeit gibt es insgesamt 22 Nebenorgane. Neben dem wohl bekanntesten, dem Kinderhilfswerk (UNICEF), sind dies z. B. das Umweltprogramm (UNEP), das Welternährungsprogramm (WFP), das Flüchtlingskommissariat (UNHCR) und das Entwicklungsprogramm (UNDP).
Nebenorgane des Sicherheitsrates sind z. B. die Strafgerichtshöfe für Ruanda und das ehemalige Jugoslawien sowie die Territorialverwaltungen UNMIK und UNTAET.
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Sonderorganisationen
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Sonderorganisationen sind rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständige Internationale Organisationen, jedoch durch Abkommen mit den Vereinten Nationen verbunden. Einige Organisationen sind zum Teil sogar älter als die UN selbst. Ein typisches Beispiel ist der Weltpostverein, der schon 1876 gegründet wurde.
Mittlerweile gibt es sechzehn dieser zwischenstaatlichen Organisationen. Die UNO arbeitet u. a. mit den folgenden autonomen Organisationen eng zusammen: UNESCO, WHO, IAO, IWF und andere. Die Arbeit der Sonderorganisationen wird durch den UN-Wirtschafts- und Sozialrat koordiniert.
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Resolutionen der Vereinten Nationen
- Einführung -
UN-Resolutionen sind Beschlüsse der Vereinten Nationen, die das Ergebnis einer Aussprache bestimmter Hauptorgane schriftlich festlegen. Sie enthalten Bewertungen und Forderungen, die sich auf Interpretationen beziehungsweise den Wortlaut der UN-Charta beziehen.
- Verschiedene Arten von Resolutionen -
Je nach Entscheidungsgremium unterscheiden sich das Procedere sowie der juristische Wert einer Resolution. Es gibt verschiedene Arten von Resolutionen und zwar ...
- Resolutionen des UN-Sicherheitsrats
- Resolutionen der UN-Generalversammlung beziehungsweise des UN-Wirtschafts- und Sozialrates
Resolutionen des UN-Sicherheitsrates
Resolutionen des UN-Sicherheitsrats sind völkerrechtlich bindend. In ihnen wird meist an die in der UN-Charta festgelegten Ziele zur Erreichung und Erhaltung des Weltfriedens appelliert. Sie werden gegen Staaten oder Konfliktparteien ausgesprochen, deren Handlungen eine Gefährdung der internationalen Sicherheit oder eine Verletzung des Völkerrechts, beziehungsweise der Menschenrechte darstellen. Die Resolutionen enthalten meist eindeutige Forderungen, deren Durchsetzung bei Verweigerung wahlweise mit repressiven Maßnahmen (UN-Embargo, UN-Sanktion o. ä.) oder mit Waffengewalt erfolgen kann. Dabei werden die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen zur Mitwirkung aufgerufen.
Die fünf ständigen Mitglieder, China, Frankreich, Gro0britannien, Rußland und die Vereinigten Staaten, müssen einem Entwurf zustimmen oder sich enthalten, damit dieser zu einer Resolution wird.
Insgesamt müssen neun der 15 Mitglieder des Sicherheitsrates zustimmen. Die Resolution selbst kann durch das Veto eines der ständigen Mitglieder blockiert werden, hierbei gilt jede Nein-Stimme eines dieser Staaten automatisch als Veto. Nach Artikel 27 der UN-Charta kann eine Resolution aber dann verabschiedet werden, wenn einer der fünf Veto-Staaten sich seiner Stimme enthält. Das ausdrückliche Veto eines ständigen Mitglieds kam in den vergangenen Jahrzehnten häufig zum Einsatz. Während des Kalten Krieges legte die Sowjetunion ihr Veto oft zu Gunsten von Entwicklungsländern ein. Die USA hingegen schützten Israel immer wieder mit ihrem Veto. Oft entscheidet eine kleine Änderung im Wortlaut über den gültigen Beschluß einer Resolution.
Resolutionen der UN-Generalversammlung beziehungsweise des UN-Wirtschafts- und Sozialrates
Resolutionen der UN-Generalversammlung und des UN-Wirtschafts- und Sozialrates sind nicht verbindlich. Sie stellen lediglich eine Empfehlung dar. Ein Beispiel ist die Resolution 3379.
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- Wichtige Resolutionen -
|
Resolution
| Datum
|
UN-Mission
|
Thema
|
181 (GV)
|
29.11.1947
|
./.
|
UN-Teilungsplan für Palästina
|
39
|
20.01.1948
|
United Nations Military Observer Group in India and Pakistan (UNMOGIP)
|
Indien, Pakistan
|
50
|
29.05.1948
|
United Nations Truce Supervision Organization (UNTSO)
|
Israel, Palästina
|
194 (GV)
|
11.12.1948
|
./.
|
Palästinakrieg
|
85
|
31.07.1950
|
./.
|
Autorisierung des militärischen Einsatzes einer UN-Truppe im Korea-Krieg
|
100
|
27.10.1953
|
./.
|
Aufforderung an Israel, die Wasserabgrabungen bei Hawlah einzustellen.
|
101
|
24.11.1953
|
./.
|
Verurteilung israelischer Vergeltungsschläge in Qibya 14./15. Oktober 1953; Aufruf an Israel und Jordanien, das Waffenstillstandsabkommen einzuhalten.
|
106
|
29.03.1955
|
./.
|
Verurteilung Israels wegen des Bruches des Waffenstillstandsabkommens im Gazastreifen.
|
998-1001 (GV)
|
04. - 07.11.1956
|
United Nations Emergency Force (UNEF I)
|
Ägypten, Israel
|
128
|
11.06.1958
|
United Nations Observation Group in Lebanon (UNOGIL)
|
Libanon
|
143
|
17.07.1960
|
Opération des Nations Unies au Congo (ONUC)
|
Entsendung einer UN-Mission in den Kongo
|
161
|
21.02.1961
|
Opération des Nations Unies au Congo (ONUC)
|
Erweiterung des Mandates. Ziel nun auch Beendigung der Sezession der Provinz Katanga und Abzug der ausländischen Truppen
|
1752 (XVII) (GV)
|
21.09.1962
|
United Nations Security Force in West New Guinea (UNSF)
|
Neuguinea
|
179
|
11.06.1963
|
United Nations Yemen Observation Mission (UNYOM)
|
Jemen
|
186
|
04.03.1964
|
United Nations Peacekeeping Force in Cyprus (UNFICYP)
|
Zypern
|
203
|
14.05.1965
|
Mission of the Representative of the Secretary-General in the Dominican Republic (DOMREP)
|
Dominikanische Republik
|
211
|
20.09.1965
|
United Nations India-Pakistan Observation Mission (UNIPOM)
|
Indien, Pakistan
|
217
|
20.11.1965
|
./.
|
Verhängung von Sanktionen gegen Süd-Rhodesien
|
242
|
22.11.1967
|
./.
|
Israel
|
280
|
19.05.1970
|
./.
|
Verurteilung Israels wegen kontinuierlicher militärischer Aggressionen gegen den Libanon.
|
2758
|
25.10.1971
|
./.
|
Zusprechung aller Rechte der Verwaltung des Territoriums "China" an die Volksrepublik China.
|
332
|
21.04.1973
|
./.
|
Verurteilung Israels wegen wiederholter militärischer Aggressionen gegen den Libanon. Verurteilung Israels wegen Gefährdung von Zivilisten und des internationalen Luftverkehrs.
|
337
|
15.08.1973
|
./.
|
Verurteilung Israels wegen ständiger Verletzung des libanesischen Staatsgebietes. Verurteilung Israels wegen Entführung eines libanesischen Zivil-Flugzeuges, welches an den Irak verliehen wurde.
|
338
|
22.10.1973
|
./.
|
Aufforderung an die Kriegsparteien des Jom-Kippur-Krieges (Israel gegen Ägypten und Syrien) zur Waffenruhe.
|
340
|
25.10.1973
|
United Nations Emergency Force II (UNEF II)
|
Ägypten, Israel
|
350
|
31.05.1974
|
United Nations Disengagement Observer Force (UNDOF)
|
Syrien, Israel
|
3379 (GV)
|
10.11.1975
|
./.
|
Israel: Festlegung, daß Zionismus eine Form des Rassismus und der Rassendiskriminierung sei. Diese Resolution wurde am 16.12.1991 widerrufen (Resolution 46/86).
|
425, 426
|
19.03.1978
|
United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)
|
Libanon
|
435
|
29.09.1978
|
./.
|
Status von Namibia
|
478
|
20.08.1980
|
./.
|
Nichtigerklärung der Annexion Ost-Jerusalems durch Israel.
|
598
|
20.07.1987
|
./.
|
Iran, Irak, Erster Golfkrieg
|
605
|
22.12.1987
|
./.
|
Verurteilung Israels wegen ständiger Verletzung der in Genf definierten Menschenrechte für Zivilisten in Kriegsgebieten. Verurteilung Israels wegen wiederholter Missachtung der Menschenrechte in den besetzten Gebieten.
|
622
|
31.10.1988
|
United Nations Good Offices Mission in Afghanistan and Pakistan (UNGOMAP)
|
Afghanistan, Pakistan
|
626
|
20.12.1988
|
United Nations Angola Verification Mission I (UNAVEM I)
|
Angola
|
632
|
16.02.1989
|
United Nations Transition Assistance Group (UNTAG)
|
Namibia
|
644
|
07.11.1989
|
Grupo de Observadores de las Naciones Unidas en Centroamérica (ONUCA)
|
Zentralamerika
|
660
|
02.08.1990
|
./.
|
Invasion Kuwaits durch Irak
|
661
|
06.08.1990
|
./.
|
Wirtschaftliche Sanktionen gegen den Irak
|
678
|
29.11.1990
|
./.
|
Ermächtigung zur militärischen Intervention gegen den Irak.
|
687
|
03.04.1991
|
./.
|
Irak (Zweiter Golfkrieg)
|
689
|
09.04.1991
|
United Nations Iraq-Kuwait Observation Mission (UNIKOM)
|
Irak, Kuwait
|
690
|
29.04.1991
|
Mission des Nations Unies pour l'organisation d'un référendum au Sahara occidental (MINURSO)
|
Westsahara
|
692
|
20.05.1991
|
United Nations Iraq-Iran Military Observer Group (UNIIMOG)
|
Iran, Irak
|
693
|
20.05.1991
|
Misión de Observación de las Naciones Unidas en El Salvador (ONUSAL)
|
El Salvador
|
696
|
30.05.1991
|
United Nations Angola Verification Mission II (UNAVEM II)
|
Angola
|
717
|
16.10.1991
|
United Nations Advance Mission in Cambodia (UNAMIC)
|
Kambodscha
|
46/86 (GV)
|
16.12.1991
|
./.
|
Aufhebung von 3379 (GV)
|
743
|
21.02.1992
|
United Nations Protection Force (UNPROFOR)
|
Ehemaliges Jugoslawien
|
745
|
28.02.1992
|
United Nations Transitional Authority in Cambodia (UNTAC)
|
Kambodscha
|
751
|
24.04.1992
|
United Nations Operation in Somalia I (UNOSOM I)
|
Somalia
|
797
|
16.12.1992
|
Opération des Nations Unies au Mozambique (ONUMOZ)
|
Mosambik
|
814
|
26.03.1993
|
United Nations Operation in Somalia II (UNOSOM II)
|
Somalia
|
846
|
22.06.1993
|
United Nations Observer Mission Uganda-Rwanda (UNOMUR)
|
Ruanda, Uganda
|
858
|
24.08.1993
|
United Nations Observer Mission in Georgia (UNOMIG)
|
Abchasien, Georgien
|
866
|
22.09.1993
|
United Nations Observer Mission in Liberia (UNOMIL)
|
Liberia
|
867
|
23.09.1993
|
United Nations Mission in Haiti (UNMIH)
|
Haiti
|
872
|
05.10.1993
|
United Nations Assistance Mission for Rwanda (UNAMIR)
|
Ruanda
|
915
|
04.05.1994
|
United Nations Aouzou Strip Observer Group (UNASOG)
|
Tschad, Libyen
|
968
|
16.12.1994
|
United Nations Mission of Observers in Tajikistan (UNMOT)
|
Tadschikistan
|
976
|
08.02.1995
|
United Nations Angola Verification Mission III (UNAVEM III)
|
Angola
|
983
|
31.03.1995
|
United Nations Preventive Deployment Force (UNPREDEP)
|
Mazedonien
|
990
|
28.04.1995
|
United Nations Confidence Restoration Operation (UNCRO)
|
Kroatien
|
1035
|
21.12.1995
|
United Nations Mission in Bosnia and Herzegovina (UNMIBH)
|
Bosnien-Herzegowina
|
1037
|
15.01.1996
|
United Nations Transitional Administration for Eastern Slavonia, Baranja and Western Sirmium (UNTAES)
|
Kroatien
|
1063
|
28.06.1996
|
United Nations Support Mission in Haiti (UNSMIH)
|
Haiti
|
1083
|
27.11.1996
|
United Nations Mission of Observers in Prevlaka (UNMOP)
|
Prevlaka, Kroatien
|
51/204 (GV)
|
17.12.1996
|
./.
|
Beobachterstatus für den Internationalen Seegerichtshof bei der UN-Generalversammlung
|
1094
|
20.01.1997
|
Misión de Verificación de las Nacionas Unidas en Guatemala (MINUGUA)
|
Guatemala
|
1118
|
30.06.1997
|
Mission d'Observation des Nations Unies en Angola (MONUA)
|
Angola
|
1123
|
30.07.1997
|
United Nations Transition Mission in Haiti (UNTMIH)
|
Haiti
|
1141
|
28.11.1997
|
Mission de Police Civile des Nations Unies en Haïti (MIPONUH)
|
Haiti
|
1145
|
19.12.1997
|
United Nations Police Support Group (UNPSG)
|
Kroatien
|
1159
|
27.03.1998
|
Mission des Nations Unies en République centrafricaine (MINURCA)
|
Zentralafrikanische Republik
|
1181
|
13.07.1998
|
United Nations Observer Mission in Sierra Leone (UNOMSIL)
|
Sierra Leone
|
1244
|
10.06.1999
|
United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK)
|
Kosovo
|
1264
|
15.09.1999
|
International Force for East Timor (INTERFET)
|
Bis zu 7.000 Mann starke Eingreiftruppe für Osttimor. Erste Einheiten landen am 20.09.1999 auf dem Flughafen der Hauptstadt Dili.
|
1270
|
22.10.1999
|
United Nations Mission in Sierra Leone (UNAMSIL)
|
|
1272
|
22.10.1999
|
United Nations Transitional Administration in East Timor (UNTAET)
|
|
1291
|
24.02.2000
|
Mission de l'Organisation des Nations Unies en République Démocratique du Congo (MONUC)
|
|
1320
|
15.09.2000
|
United Nations Mission in Ethiopia and Eritrea (UNMEE)
|
|
1325
|
31.10.2000
|
./.
|
Stärkung der Rechte der Frauen und ihre Bedeutung
für den Weltfrieden.
|
1368
|
12.09.2001
|
./.
|
Verurteilung der Anschläge vom 11.09.2001 und Ermahnung der Mitgliedstaaten etwas gegen den Terror zu unternehmen.
|
1373
|
28.09.2001
|
./.
|
Verurteilung der Anschläge vom 11. September 2001 und Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur Antiterrorgesetzgebung.
|
1386
|
20.12.2001
|
Internationale Sicherheitsbeistandstruppe (ISAF)
|
|
1410
|
17.05.2002
|
United Nations Mission of Support in East Timor (UNMISET)
|
|
1441
|
08.11.2002
|
./.
|
|
1509
|
19.09.2003
|
United Nations Mission in Liberia (UNMIL)
|
|
1528
|
27.02.2004
|
Opération des Nations Unies en Côte d'Ivoire (ONUCI)
|
|
1542
|
30.04.2004
|
Mission des Nations Unies pour la stabilisation en Haïti (MINUSTAH)
|
|
1543
|
14.05.2004
|
United Nations Mission of Support in East Timor (UNMISET)
|
|
1545
|
21.05.2004
|
Opération des Nations Unies au Burundi (ONUB)
|
Burundi: ONUB soll mithelfen, die Bemühungen der Bewohner von Burundi einen dauerhaften Frieden wieder herzustellen und zur nationalen Versöhnung beizutragen, wie sie in der ARUSH-Vereinbarung festgelegt wurde, zu unterstützen.
|
1546
|
08.06.2004
|
./.
|
Machtübergabe an die Irakische Übergangsregierung
|
1559
|
02.09.2004
|
United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)
|
Libanon: Rückzug aller verbliebener ausländischer Kräfte, Entwaffnung und Auflösung aller Milizen.
|
1583
|
28.01.2005
|
./.
|
Libanon: Übernahme der vollen Kontrolle der Grenze zu Israel durch die libanesische Regierung.
|
1585
|
10.03.2005
|
United Nations Mission in Sudan (UNAMIS)
|
Sudan: Verlängerung der Voraus-Mission.
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1588
|
17.03.2005
|
United Nations Mission in Sudan (UNAMIS)
|
Sudan: Erneute Verlängerung der Voraus-Mission.
|
1590
|
24.03.2005
|
United Nations Mission in Sudan (UNMIS)
|
UNMIS "wird für einen anfänglichen Zeitraum von 6 Monaten" in Sudan eingerichtet.
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1591
|
29.03.2005
|
./.
|
|
1593
|
31.03.2005
|
./.
|
Sudan. Handelt von der Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) in Bezug auf Straftaten, die im Zusammenhang mit der Krise in Darfur begangen wurden.
|
60/251 (GV)
|
15.03.2006
|
./.
|
Gründung des UN-Menschenrechtsrates
|
1701
|
12.08.2006
|
United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)
|
Libanon. Forderung nach sofortigem Waffenstillstand im Libanonkrieg 2006, sowie der Stationierung von 15.000 libanesischen und 15.000 UNIFIL-Soldaten, um eine Waffenruhe zu überwachen.
|
1718
|
14.10.2006
|
./.
|
Nordkorea. In Folge des Nordkoreanischen Atomwaffentests werden Frachttransporte nach Rüstungsteilen untersucht. Militärische Aktionen werden ausdrücklich ausgeschlossen.
|
1769
|
31.07.2007
|
African Union/United Nations Hybrid operation in Darfur (UNAMID)
|
Sudan/Darfur. Autorisierung der Entsendung der UN/AU-Friedenstruppe UNAMID, die Zivilisten und humanitäre Helfer im Darfur-Konflikt schützen soll.
|
1786
|
28.11.2007
|
./.
|
Den Haag. Ablösung des Staatsanwalts am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, Carla del Ponte, durch Serge Brammertz zum 1. Januar 2008.
|
67/19
|
29.11.2012
|
./.
|
Der PLO wird der Status eines "Beobachtenden Nicht-Mitgliedstaates" zuerkannt, wodurch Palästina offiziell von der UNO als "Staat" anerkannt wird und ein Rederecht erhält.
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Blauhelme der Vereinten Nationen
- Einführung -
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Als Friedenstruppen der Vereinten Nationen oder UN-Friedenstruppen, umgangssprachlich Blauhelmsoldaten, werden von den Mitgliedsländern der Vereinten Nationen (UN) für friedenssichernde und -erhaltende Einsätze (englisch peacekeeping) bereitgestellte Militäreinheiten bezeichnet, die unter dem Kommando der UNO stehen. Seit 1948 sind sie in den verschiedenen Konfliktregionen in aller Welt im Einsatz. Für ihr Engagement zur Sicherung des Weltfriedens erhielten die UN-Blauhelme 1988 den Friedensnobelpreis. Die bewaffneten Einsätze der Vereinten Nationen erfordern einen Beschluß des UN-Sicherheitsrates und werden nach Beobachtermission, Friedensmission und Friedenserzwingung nach Kapitel VII der UN-Charta unterschieden.
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- Geschichte -
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Militärangehörige als Vermittler wurden erstmals 1947 im Rahmen der United Nations Special Committee on the Balkans (UNSCOB) entsandt.
Der erste Einsatz von unbewaffneten UN-Militärbeobachtern erfolgte 1948 im Rahmen der Organisation der Vereinten Nationen zur Überwachung des Waffenstillstands (UNTSO) im Palästinakrieg.
Im Zuge der Suezkrise 1956 wurde mit der Noteinsatztruppe der Vereinten Nationen (UNEF) erstmals eine bewaffnete Einheit aufgestellt.
Die während der Kongokrise 1960 entsandte Operation der Vereinten Nationen in Kongo (ONUC) verwendete auf Anregung von UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld erstmals die blauen Helme und die Aufschrift "UN" auf ihren Militärfahrzeugen.
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- Friedensmissionen -
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Die Friedensmission bzw. friedenserhaltende Mission ist eine Form des Einsatzes militärischer Kräfte durch die Vereinten Nationen. Sie ist zu unterscheiden von der Beobachtermission und der Friedenserzwingung nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen. Wie alle bewaffneten Einsätze der Vereinten Nationen setzt sie eine entsprechende Resolution des UN-Sicherheitsrates voraus, die Art, Umfang und Dauer des Einsatzes festlegt.
Eine Friedensmission der Vereinten Nationen findet immer nur mit Zustimmung der Regierung des Gastlandes statt, in dem ihre Einheiten tätig werden, oder aber mit allen dort bestehenden Konfliktparteien. Diese Regelung soll verhindern, dass die Blauhelme zwischen die Fronten geraten und Teil des Konflikts werden. Ihre Truppen haben niemals einen Kampfauftrag, sind aber bewaffnet und zumindest in gewissem Umfang berechtigt, von ihrer Waffe Gebrauch zu machen. So sind sie ermächtigt, grundsätzlich sich selbst und teilweise auch ihre Stellung zu verteidigen sowie ihre Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Zu den Instrumenten einer Friedensmission zählen die Einsetzung von Untersuchungskommissionen, Vermittlungen zwischen Konfliktparteien, Anrufung des internationalen Gerichtshofes in Den Haag soweit sich diesem beide Streitparteien unterworfen haben, die Bildung von UN-kontrollierten Pufferzonen, die Entsendung von Wahlbeobachtern wie z. B. bei der Mission der Vereinten Nationen in Osttimor (UNAMET).
Friedensmissionen der Vereinten Nationen dienten bisher zumeist der humanitären Hilfe, der Überwachung eines Waffenstillstandes wie z. B. die Friedenstruppe der Vereinten Nationen in Zypern (UNFICY), der Entwaffnung von Bürgerkriegsparteien wie die Operation der Vereinten Nationen in Mosambik (ONUMOZ) oder der Sicherung eines Dekolonisierungsprozesses wie z. B. die Sicherheitstruppe der Vereinten Nationen in West-Neuguinea (UNSF). In diesem Sinne dient eine Friedensmission als Friedenssicherung oder Polizei- und Ordnungmacht der Weltorganisation. Je nach Mandat gelten Friedensmissionen als Inbegriff der Ohnmacht wie z. B. die Interimstruppe der Vereinten Nationen in Libanon (UNIFIL) oder als entscheidender Erfolg wie die Mission der Vereinten Nationen in Sierra Leone (UNAMSIL). Zu den weiteren Aufgaben können die Unterstützung der staatlichen Bürokratie oder Unterstützung beim Demokratisierungsprozeß zählen.
Insgesamt gibt es im Hinblick auf die Einsatzmodalitäten der verschiedenen Missionen Unterschiede, aber die von der Anlage her gegebenen Möglichkeiten des Vorgehens mit Waffengewalt schafft Situationen, in denen Raum für die Anwendung des Kriegsvölkerrecht besteht. Da die Vereinten Nationen eine internationale Organisation sind, den Abkommen über das Kriegsvölkerrechts aber nur Staaten beitreten können, ist vor allem der rechtliche Status der Friedensmissionen in vielen konkreten rechtlichen Fragen noch offen und ungeklärt.
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Missionen der Vereinten Nationen
Resolution
| Mission
|
Länder
|
Beginn
|
Ende
|
39
|
UNMOGIP
|
Indien, Pakistan
|
1949
|
./.
|
50
|
UNTSO
|
Israel, Palästina
|
1948
|
./.
|
998-1001 (ES-I)
|
UNEF I
|
Ägypten, Israel
|
1956
|
1967
|
128
|
UNOGIL
|
Libanon
|
1958
|
1958
|
143
|
ONUC
|
Dem. Rep. Kongo
|
1960
|
1964
|
GA 1752 (VIII)
|
UNSF
|
Neuguinea
|
1962
|
1963
|
179
|
UNYOM
|
Jemen
|
1963
|
1964
|
186
|
UNFICYP
|
Zypern
|
1964
|
./.
|
203
|
DOMREP
|
Dominikanische Republik
|
1965
|
1966
|
211
|
UNIPOM
|
Indien, Pakistan
|
1965
|
1966
|
340
|
UNEF II
|
Ägypten, Israel
|
1973
|
1979
|
350
|
UNDOF
|
Syrien, Israel
|
1974
|
./.
|
425, 426, 1701
|
UNIFIL
|
Libanon
|
1978
|
./.
|
619
|
UNIIMOG
|
Iran, Irak
|
1988
|
1991
|
622
|
UNGOMAP
|
Afghanistan, Pakistan
|
1988
|
1990
|
626
|
UNAVEM I
|
Angola
|
1988
|
1991
|
632
|
UNTAG
|
Namibia
|
1989
|
1990
|
644
|
ONUCA
|
Zentralamerika
|
1989
|
1992
|
689
|
UNIKOM
|
Irak, Kuwait
|
1991
|
2003
|
690
|
MINURSO
|
Westsahara
|
1991
|
./.
|
696
|
UNAVEM II
|
Angola
|
1991
|
1995
|
693
|
ONUSAL
|
El Salvador
|
1991
|
1995
|
717
|
UNAMIC
|
Kambodscha
|
1991
|
1992
|
743
|
UNPROFOR
|
Ehemaliges Jugoslawien
|
1992
|
1995
|
745
|
UNTAC
|
Kambodscha
|
1992
|
1993
|
751
|
UNOSOM I
|
Somalia
|
1992
|
1993
|
797
|
ONUMOZ
|
Mosambik
|
1992
|
1994
|
814
|
UNOSOM II
|
Somalia
|
1993
|
1995
|
846
|
UNOMUR
|
Ruanda, Uganda
|
1993
|
1994
|
858
|
UNOMIG
|
Georgien
|
1993
|
2009
|
866
|
UNOMIL
|
Liberia
|
1993
|
1997
|
872
|
UNAMIR
|
Ruanda
|
1993
|
1996
|
867
|
UNMIH
|
Haiti
|
1993
|
1996
|
915
|
UNASOG
|
Tschad, Libyen
|
1994
|
1994
|
968
|
UNMOT
|
Tadschikistan
|
1994
|
2000
|
976
|
UNAVEM III
|
Angola
|
1995
|
1997
|
983
|
UNPREDEP
|
Mazedonien
|
1995
|
1999
|
990
|
UNCRO
|
Kroatien
|
1995
|
1996
|
1035
|
UNMIBH
|
Bosnien-Herzegowina
|
1995
|
2002
|
1037
|
UNTAES
|
Kroatien
|
1996
|
1998
|
1063
|
UNSMIH
|
Haiti
|
1996
|
1997
|
1083
|
UNMOP
|
Prevlaka (Kroatien)
|
1996
|
2002
|
1094
|
MINUGUA
|
Guatemala
|
1997
|
1997
|
1118
|
MONUA
|
Angola
|
1997
|
1999
|
1123
|
UNTMIH
|
Haiti
|
1997
|
1997
|
1141
|
MIPONUH
|
Haiti
|
1997
|
2000
|
1145
|
UNPSG
|
Kroatien
|
1998
|
1998
|
1159
|
MINURCA
|
Zentralafrikanische Republik
|
1998
|
2000
|
1181
|
UNOMSIL
|
Sierra Leone
|
1998
|
1999
|
1244
|
UNMIK
|
Kosovo
|
1999
|
./.
|
1246
|
UNAMET
|
Osttimor
|
1999
|
1999
|
1246
|
UNAMET
|
Osttimor
|
1999
|
1999
|
1270
|
UNAMSIL
|
Sierra Leone
|
1999
|
2005
|
1272
|
UNTAET
|
Osttimor
|
1999
|
2002
|
1279
|
MONUC
|
Dem. Republik Kongo
|
1999
|
./.
|
1320
|
UNMEE
|
Äthiopien, Eritrea
|
2000
|
2008
|
1410
|
UNMISET
|
Osttimor
|
2002
|
2005
|
1509
|
UNMIL
|
Liberia
|
2003
|
./.
|
1528
|
UNOCI
|
Elfenbeinküste
|
2004
|
./.
|
1542
|
MINUSTAH
|
Haiti
|
2004
|
./.
|
1545
|
ONUB
|
Burundi
|
2004
|
2006
|
1590
|
UNMIS
|
Sudan
|
2005
|
./.
|
1704
|
UNMIT
|
Osttimor
|
2006
|
./.
|
./.
|
UNIOSIL
|
Sierra Leone
|
2006
|
2008
|
1719
|
BINUB
|
Burundi
|
2007
|
./.
|
1769
|
UNAMID
|
Sudan
|
2007
|
./.
|
1778
|
MINURCAT
|
Tschad, Zentralafrikanische Republik
|
2007
|
./.
|
1829
|
UNIPSIL
|
Sierra Leone
|
2008
|
2010
|
1959
|
BNUB
|
Burundi
|
2011
|
./.
|
1996
|
UNMISS
|
Südsudan
|
2011
|
./.
|
1990
|
UNISFA
|
Südsudan
|
2011
|
./.
|
2100
|
MINUSMA
|
Südsudan
|
2011
|
./.
|
2042 2043 2059
|
UNSMIS
|
Syrien
|
2012
|
2012
|
Europäisches Amt der Vereinten Nationen
- Einführung -
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Das "Europäische Amt der Vereinten Nationen" vertritt die Belange der europäischen Staaten und der UNO in Europa. Die "Vereinten Nationen" (englisch United Nations, Abkürzung UNO, französisch Organisation des Nations Unies, Abkürzung ONU) ist eine Staatenverbindung zur Sicherung des Weltfriedens und zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Die Organisation wurde 1945 als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes gegründet. Die UN sind mit internationaler Rechtspersönlichkeit ausgestattet. Der Hauptsitz ist New York, weitere Sitze sind Genf und Wien. Zu den UN gehörende Spezialorgane und Sonderorganisationen haben ihren Sitz an verschiedenen Orten. Die Arbeitssprachen sind Englisch und Französisch, offizielle Sprachen sind daneben Russisch, Spanisch, Chinesisch und Arabisch. Zur UNO gehören 189 Mitgliedsstaaten, das heißt alle Staaten außer der Schweiz, Taiwan, Vatikanstadt und Westsahara.
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- Briefmarken des Europäischen Amtes des Vereinten Nationen -
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Zwischen 1950 und 1963 wurden für das Amt insgesamt 39 Briefmarken emissiert. Die erste Ausgabe des "Europäischen Amtes der Vereinten Nationen" stammt vom 1. Februar 1950, wobei Freimarken der Schweiz von 1938 und 1941 mit einem kleinen waagerechten Aufdruck "NATIONS UNIES / OFFICE EUROPÉEN" versehen wurden. Am 24. Oktober 1955 gab es eine Sondermarke anläßlich des 10. Jahrestages der Gründung der Vereinten Nationen. Neue Dienstmarken, die die Aufdruck-Ausgabe von 1950 ablöste, erschienen am 24. Oktober 1955 mit den Zeichnungen "Emblem" bzw. "Plastik", von den es am 24. Oktober drei weitere Ergänzungswerte gab.
 1960 wurden am 4. April zwei Werte zum "Weltflüchtlingsjahr" und am 24. Oktober ein Freimarkenergänzungswert (mit dem Motiv Palais der Vereinten Nationen) emissiert. Am 24. Oktober 1962 folgten vier Marken zum Thema "Philatelistisches Museum" und am 4.2. 1963 zwei Werte zur "UNSCAT-Konferenz" (für Wissenschaft und Technik). Alle weiteren Ausgaben werden im Michel-Katalog als "UNO Genf" gelistet und bilden ein Extra-Sammelgebiet.
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UNO als Briefmarkenthema
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